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Die besten Lernzeiten herausfinden und planen

Nicht jede Tageszeit eignet sich gleich gut zum Lernen. Müdigkeit, fehlende Leistungsbereitschaft und Konzentrationsmangel sind die Faktoren die uns mitteilen, dass wir gerade den falschen Zeitpunkt zum Lernen ausgewählt haben.

Den höchsten Lerneffekt erzielen wir, indem wir die persönlichen Gemütsschwankungen im Tagesverlauf wahrnehmen, die optimalen Hoch-Phasen erkennen und als Lernzeit für uns nutzen.


Leistungshoch- und -tiefzeiten: Unser Biorhythmus gibt vor

Gerade berufstätige Eltern können ein Lied davon singen. Wer kennt es nicht, das große Loch welches sich meist nach der täglichen Mittagspause auftut und uns in ein vorübergehendes Leistungstief abfallen lässt. Die Konzentration fällt schwer und ein kleines Nickerchen wäre dann am angebrachtesten.

Nicht anders geht es unseren Schülern und Schülerinnen wenn sie nach 6 oder 7 Stunden Schulzeit nach Hause kommen und vom Lernen erst mal genug haben.

Grund dafür ist unsere innere Uhr mit ihren Leistungshoch- und -tiefzeiten. Unsere physiologischen Taktgeber, auch als Biorhythmus bezeichnet. Diese Taktgeber steuern die verschiedenen Körperfunktionen wie etwa den Stoffwechsel, die Körpertemperatur, den Sauerstoffverbrauch und ebenso die Lernfähigkeit.

Im Zusammenspiel mit Tages- und Nachtzeiten sowie auch unserer persönlichen Art der Nahrungsaufnahme ergeben sich somit Phasen in denen wir leistungsfähiger bzw. leistungsschwächer sind. Wer die eigenen, verschiedenen Phasen an sich ausfindig macht und erkennt, kann sie optimal zur Einteilung der täglich anfallenden Aufgaben nutzen.

Die REFA - Leistungskurve (REFA - Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung) zeigt die durchschnittliche tägliche Leistungsbereitschaft mit ihren Schwankungen. Laut ihr haben die meisten Menschen ihr Leistungshoch am Vormittag zwischen 9 und 11 Uhr. Dies betrifft die körperlichen sowie auch die geistigen Tätigkeiten. Danach beginnt ein stetiger Abfall. Erst zwischen 17 und 20 Uhr erleben wir nochmals ein kleines Zwischen-Hoch.

Da jeder Mensch verschieden ist, gibt es natürlich auch geringe Abweichungen. Generell haben wir jedoch am Vormittag unsere Leistungsspitze.


Lernen gleich nach Schulschluss?  Besser geht's am frühen Abend

Viele Eltern glauben, dass es das Beste für ihre Kinder sei, die Hausaufgaben gleich dann zu erledigen, wenn sie von der Schule nach Hause gekommen sind. So ist der behandelte Lernstoff noch relativ frisch im Kopf verankert und es fällt leicht sich erneut damit auseinanderzusetzen. Wie oft jedoch wehren sich unsere Nachkommen gegen diese "vorgegebene Lernzeit"? Würden sie doch viel lieber erst mal mit Freunden spielen gehen, sich dem heißgeliebten PC-Spiel widmen oder einfach nur irgendetwas anderes tun, als schon wieder lernen. "Berechtigt!" sagen die Wissenschaftler, Psychologen und Physiologen. Denn unsere innere Uhr hat ihren eigenen Takt und den gilt es bestmöglich zu nutzen.

Lernzeiten clever planen sorgt für besseren Lernerfolg

Hat man einmal seinen eigenen Leistungsrhythmus herausgefunden, ist es nicht schwer seine Tagesaufgaben, je nach Wichtigkeit, einzuteilen. So könnten beispielsweise weniger anspruchsvolle Aufgaben und Routinetätigkeiten wie Zimmer aufräumen, Freunde treffen, Spielen usw. in die besonders schwachen Zeitphasen gelegt werden. Das Lernen für die morgen anstehende Klassenarbeit oder Klausur dagegen, genauso wie das Erledigen der Hausaufgaben wäre am sinnvollsten für den späten Nachmittag oder frühen Abend einzuplanen. Wenn die Konzentrationsfähigkeit ihr Zwischenhoch erlebt, ist die Produktivität und auch der Lerneffekt am höchsten.

Übrigens, um herauszufinden wie deine inneren Uhren ticken, gibt's auf der Website der Uni Duisburg-Essen eine Checkliste für deine persönliche Leistungskurve. Bist du ein Morgen- oder eher ein Abendmensch?

 

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